Wester – Ohrstedt 27.04. – 04.05.2019

Uns wieder ist es soweit, unser Angelurlaub in W.O. steht an.
Dieses Jahr gibt es, nachdem ich letztes Jahr geschwächelt habe wieder einen kleinen Bericht über unsere Zeit in W.O.

Samstag 27.04.

Nach einer kurzen Nacht geht es frisch geduscht und mit einen Cappuccino im Gepäck auf die Autobahn. Es ist erst 1.30 Uhr und uns stehen 3 Stunden Fahrt bevor. Hoffen wir, das nicht zu viele Baustellen und andere Dinge unsere Fahrt behindern.
Nach 3 Stunden 20 Minuten haben wir die 300 Kilometer mit einer Raucherpause hinter uns gebracht und unserer Ziel ist erreicht.
Hmmm, erst 4.50 Uhr. Also viel Zeit unsere Angelsachen auf den Wagen zu laden uns unsere Angelschuhe anzuziehen und die restliche Zeit mit Rauchen zu verbringen :)

5.45 Uhr, Tina schaut zur Hintertür heraus und winkt uns schon einmal zu.
5.58 Uhr endlich geht die Eingangstür zum See auf. Tina freut sich über unsere Ankunft und wir können auch direkt an den See, denn unsere Wochenkarte haben wir ja schon bezahlt.

Also ab ins “kalte Loch”, viele sagen auch “ totes Meer “, Ruten aufgebaut und die Köder zu Wasser.
Nun geht das warten wieder los.
Es ist 10.30 Uhr, der erste Biss, juhuuu. Die erste Regenbogenforelle ist gelandet und bringt uns 2 schöne rote Filets.

Aber das war es dann auch für heute. Es ist nun schon 17.30 Uhr und wir beschließen den Angeltag zu beenden. Also alles zusammen gepackt uns erst einmal die Wohnung beziehen. !8.30 Uhr, alles die steile Treppe hoch geschleppt. Nun noch ein Feierabendbier und dann eine leckere Suppe.

Warten wir einmal was morgen geht. Immerhin sind wir nicht als Schneider aus diesem Tag gegangen.
Morgen greifen wir richtig an.

Sonntag 28.04.

4.30 Uhr, der Wecker klingelt. Ab unter die Dusche und um 5.35 runter zum See. Dort warten schon die anderen Hausgäste. Man kommt ins Gespräch und stellt sich vor. Sind echt unproblematische, sympathische Jungs ( Markus und Viktor ). 5.55 Uhr, wir können unsere Angelsachen aus der Hütte holen und ab geht es. Ruten aufbauen und warten.

Aber Heute nicht sehr lange. Schon um 7.30 Uhr geht der erste Bissanzeiger. Rico hat die erste Forelle am Haken und kann diese erfolgreich landen. Wenig später habe auch ich das schöne Erlebnis eines Drills und kann meine Forelle erfolgreich landen. Nun steht es schon 2:1 für mich.
Aber Rico holt auf. 10.30 Uhr hat er wieder eine Forelle am Haken und sie landen. Das kann ich mir nicht bieten lassen, also wieder Köder gewechselt und prompt habe ich einen Biss. Ich führe unseren kleinen internen Wettbewerb wieder mit 3:2 an.
Bis zum Abend geschieht leider nichts mehr, so das wir gegen 17 Uhr allen zusammen packen und Feierabend machen.Morgen soll die Sonne scheinen. Ob den Forellen das gefällt ? Warten wir es ab und gehen erst einmal schlafen. Wollen ja morgen fit sein.

Montag 29.04.

Boah, schon wider ist die Nacht vorbei. Wir sind müde, aber der Fisch kommt nicht von allein in die Gefrierbox. Also aufstehen, fertig machen und ab an den See.
Aber was ist das ? Unser Platz ist von den 24 Stundenanglern belegt :(
Was nun ? Bleiben wir eben auf den Stegen. Mal schauen ob hier was geht.
Es wird langsam Mittag, noch nichts gefangen. Doofer Angelplatz. Die Sonne brennt vom Himmel.
Hoffentlich gehen die Angler bald von unserem Stammplatz.
14.30 Uhr, wir sehen das die 24 Stundenangler einpacken. Schnell alle Angelsachen geschnappt und ab in unsere “ Heimat “ unser totes Meer.
Aber leider tut sich auch hier Heute nichts mehr, so das wir nicht einen Fisch gelandet haben.

Hoffen wir das es morgen besser wird.

Dienstag 30.04. , Mittwoch 01.05. - 33 Stunden Angeln

Heute haben wir Glück, keine Nachtangler und keine 24 Stundenangler belegen unseren geliebten Angelplatz am “ toten Meer “. Also Wagen geholt und ab geht es. Ruten aufgebaut und wieder geht das warten los.

Schon um 7.00 Uhr geht Rico sein Bissanzeiger. Die erste Forelle ist für diesen Tag gelandet. Mist nun steht es 3:3. Aber das lass ich mir nicht gefallen also ran ans Gerät, Köder wechseln und schon funzt es.
Wieder führe ich, 4:3, nachdem ist eine weitere Forelle gelandet habe. Wieder vergeht die Zeit. 14.00 Uhr. Wieder ein Biss. Die Schnur geht ab. Kontakt herstellen und die Forelle herausgeholt. Ich gehe weiter in Führung 5:3 Yeah. Aber das lässt sich Rico nicht gefallen, auch er kann eine weitere Forelle landen. Es ist nun schon 15.30 Uhr und ich habe eine spontane Idee. Morgen ist 1.Mai, also wird es wie jedes Jahr voll am See. Habe gehört, das sich schon 4 Nachtangler angemeldet haben. Auch Markus und Viktor wollen die Nacht durchmachen. Also was fehlt uns um mitzumachen ? Kopflampen haben wir nicht, also ab zu Ralf. Juhuu, er hat welche. Schnell mal 2 gekauft. Hmmm, nun fehlen Bissanzeiger und auch Knicklichter. Nachdenken. Aus unseren Bestand mal schnell was gebaut. Muss gehen. Woher aber die Knicklichter ? Ach fragen wir doch mal bei Markus und Viktor. Und siehe da, wir bekommen 2 geschenkt. Die Nacht ist somit gerettet. 18.00 Uhr. Wir haben uns zum Grillen mit Tina, Ralf, Markus und Viktor verabredet. Also noch einmal stärken, etwas quatschen und die Nacht kann kommen. 19.30 Uhr, noch einige Sachen holen, Thermohandschuhe, Mützen, Getränke ( die Nacht ist lang und es soll kalt werden ). Langsam wird es dunkel. Der Wind pfeift durch die Ritzen des Unterstands. Es wird uns immer kälter. 0.20 Uhr, der erste Biss der Nacht. Was ist das ? Eine Tigerforelle ? Nein, leider ein Saibling, aber ein schönes Tier, welcher direkt gelandet wird.
Wir werden müde. Schlafen geht nur nacheinander, da wir ja nur 4 Bissanzeiger mit Alarm haben. Kurz mal eingenickt und schon wider durch den Bissanzeiger geweckt. Es ist 3.30 Uhr und der zweite Fisch ist herausgeholt. Noch eine weitere Forelle können wir gegen 5.00 Uhr landen. Somit eine erfolgreiche Nacht.
Schon ist es 6 Uhr, endlich hell. Die Mai-Angler kommen hereingeströmt, aber wir haben unseren Platz gesichert :) Aber leider können wir keine weitere Forelle landen und geben um 15 Uhr auf. Wir sind übermüdet und durchgefroren. Jetzt aufs Zimmer und erst mal aufwärmen. Die Dosensuppe schmeckt hervorragend und bringt wieder etwas Gefühl in unsere Körper. Sollen wir noch einmal runtergehen ? Keiner zusehen, also bleiben wir in der warmen Wohnung. Nehmen noch ein paar Drinks und um 20.00 Uhr zu Bett. Die 33 Stunden am Wasser waren hart, kalt aber erfolgreich. Morgen gehen wir mit neuem Schwung an den See.

Donnerstag 02.05.

4.30 Uhr, der Wecker klingelt. Wir wollen nicht aufstehen Um 5.00 Uhr aus dem Bett gequält, denn die Forellen locken. 5.45 Uhr schnell runter, kurz mit Markus und Viktor die Nacht Revue passieren lassen und dann geht es wieder los.Ruten raus und warten. Es ist 6.30 Uhr und schon geht Ricos Bissanzeiger. Die Schnur rast und die erste Forelle von 2 Kilo ist unsere. 6.50 Uhr, nun geht es bei mir los. Ein wahnsinniger Drill und es kommt eine 4 Kilo Forelle an Land. Das ist ein Fisch, juhuu.
7.30 Uhr, ich fange nun an zu schleppen. Immer schön am Kraut entlang. Bumms, ein Biss, schnell kommt Rico mit dem Kescher. Nun aber, unsere erste Tigerforelle ist im Korb. Ein sehr schönes Tier. Diese werden wir uns schmecken lassen. 7.50 Uhr, schon wieder geht mein Bissanzeiger. Juhuu, wieder eine riesige Forelle von fast 4 Kilo. Rute neu bestückt und ab ins Wasser damit. Kaum ist der Köder abgesunken ( ich konnte nicht einmal rauchen ) geht der Bissanzeiger erneut. Wieder hat sich eine große Forelle von meinem Köder verlocken lassen und ist gelandet. 11.00 Uhr ich arbeite nun mehr aktiv und die Grundruten liegen einfach nur noch im Wasser. Dort tut sich einfach nichts. 11.10 Uhr. Ich habe eine Attacke auf meinen gelb-schwarzen Spoon. Gehakt, juhuu. Nun beginnt ein Drill den ich so schnell nicht vergesse. Ich sehe nur die Schnur, sie geht von links nach recht und wider zurück. Ich habe den Fisch noch nicht gesehen, aber er muss was großes sein, den die Schnur wird trotz Bremse weiter abgezogen. Nach 3 Minuten ist der Kampf beendet. Ich habe gewonnen :) Eine riesige Regenbogenforelle von fast 5 Kilo kommt zum Vorschein. Rico hilft mir sie zu landen. Das ist mein persönlicher Rekord. 4 Forellen von mehr als 4 Kilo an einem Tag. Ich bin voller Adrenalin und arbeite aktiv weiter. Es ist bereits 15.30 Uhr, als endlich wieder ein Bissanzeiger rasselt. Es ist der von Rico.
Ich nehme schnell alle anderen Ruten aus dem Wasser, denn es fühlt sich schwer an was an der Rute gebissen hat. Rico hat sie am Haken. Und nun geht ein weiterer Drill los. Die Forelle nimmt Schnur und Schnur. Sie versucht zu fliehen. Erst nach recht und dann nach links. Bitte nicht !! Dort ist der Sprudler !! Die Forelle geht unter der Schnur, die den Sprudler hält durch. Dort ist ein Angler, der macht sofort Platz. Die Forelle ist nun auf der anderen Seite des Sprudlers. Da kommt die Hilfe. Rico gibt seine Rute unter der Schnur an den Angler und übernimmt sie dort. Die Forelle nimmt weiter Schnur, keinen Zentimeter kann Rico sie heranholen. Sie zieht Richtung Insel. Nun wieder ein Richtungswechsel zurück zum Sprudler. Aber die falsche Seite, das kann doch nicht sein !!! Auf der anderen Seite sitzt ein Angler. Dieser hat schon seinen Kescher in der Hand, die Forelle ist nur 2 Meter von ihm entfernt. Doch er kommt nicht heran. Doch was ist nun. Die Forelle bleibt plötzlich stehen. Rico nutzt seine Chance und kann einiges an Schnur aufwickeln. Noch eine kurze Gegenwehr und es ist vorbei. Rico hat sie fertig gemacht :) Er kann sie ans Ufer ziehen. Ich nehme den Kescher und ziehe sie damit aus dem Wasser, Boah was ein Koloss. Ich kann ihn im Kescher kaum tragen. Ab zu unseren Angelplatz und töten. Schnell die Waage heraus und es kommen stolze 6.6 Kilo zum Vorschein.
Nun hat auch Rico wieder Lust zum aktiv angeln. Leider können wir keine weitere Forelle landen und ein sehr erfolgreicher Tag endet um 19.00 Uhr.
Nun sitzen wir noch mit Markus und Viktor und trinken ein Bierchen auf unseren Erfolg.
Morgen werden wir noch einmal angreifen.

Freitag 03.05.

Der letzte Tag ist wie immer um 6.00 Uhr gestartet.
Es ist saukalt, aber ich arbeite seit 6.00 Uhr mit der Spinnrute. Die Zeit vergeht, es ist bereits 9.00 Uhr. Ich brauche eine Pause, der Wind ist bereits bei 30 Kilometer pro Stunde und die Windböen von fast 60 Stundenkilometer machen es nicht einfach den Köder zu werfen. Fahre eben mal zum Kaufmann. Leergut wegbringen und ein leckeres Zwiebelmettbrötchen holen. So, Frühstück verputzt. Weiter geht es mit dem aktiven Angeln. Rico sitzt nur herum, ihm ist es zu kalt und zu windig ;)
Es ist 11.30 Uhr, es regnet wieder einmal, ich habe bestimmt schon einmal durch Deutschland geschleppt. Doch plötzlich habe ich Widerstand am Haken. Ich beginne zu drillen. Und wieder kommt eine prächtige Forelle zum Vorschein, 4,8 Kilo. Was ein Monster :)
Nun mache auch ich eine kleine Pause. Es wird 13.30 Uhr als plötzlich mein Bissanzeiger rasselt.
Wieder eine Forelle, aber wie groß ?? Ich drille und es kommt noch eine riesige Forelle an von 4,4 Kilo an Land. Mehr war dann leider auch nicht mehr für uns drin.
Wir beenden unsere Urlaubs-Angelwoche mit einem Grillen mit Markus und Viktor. Leider spielt uns das Wetter wieder einen Streich. Es hagelt und wird immer kälter und windiger. So ist unser Grillabend kurz und wir gehen alle in unsere Unterkunft.

Wir haben es wieder genossen in W.O., haben dem Wind und Regen getrotzt und unsere Truhe gefüllt.

Mit Markus und Viktor haben wir 2 nette , umgängliche Angler kennengelernt. Hoffen wir das sie nächstes Jahr wieder da sind :)

Danke auch an Tina und Ralf für die schöne Woche. Wir sind dann 2020 wieder da. Freuen uns schon riesig.

Somit beende ich meinen Bericht und wünsche allen Anglern Petri Heil.

Bis 2020
Rita

.