Stadttaube
(Columba livia forma domestica)

Strassentaube
unbekannte Stadttaube

Größe: 31 – 34 cm
Gewicht: Ca. 350 g
Flügelspannweite: 68 cm
Brut: 3-4 Jahresbruten
Brutzeit: März bis September
Anzahl der Eier: 2
Brutdauer: 14 - 35 Tage
Nestlingsdauer: 22 Tage
Nahrung: Körner, Brot, Abfälle
Alter: Lebenserwartung 10 Jahre
Liste der Feinde: Habicht, Sperber, Uhu, Wanderfalke

Die Stadttaube ist sehr anpassungsfähige. Ihr Lebensraum sind weltweit die Städte. Sie stammt von einer Züchtung der Felsentaube ab. Als Haustaube gehalten gelang es ihr immer wieder aus der Gefangenschaft in die Freiheit und so verwilderte sie.

Sie hat eine Körperlänge von 31 bis 34 cm. Kopf und Hals sind dunkelgrau. Die Brust ist mittelgrau und wird zum Bauch hin heller. Mit einem grün-violettem metallischem Schiller ist das Halsgefieder versehen. Der Flügelschild hat zwei schwarze, parallel verlaufenden Binden. Die Schwungfedern sind dunkelgrau sowie die Schwanzfedern blaugrau mit schwarzen Querbinden. Schnabel und Krallen sind dunkel und die Iris der Augen ist orangerot mit einem blaugrauen, schmalen Augenring.

Es gibt zahlreiche Variationen von weißgrau gemustert, einheitlich dunkelgrau, dunkelbraun, rotgrau oder dunkel gescheckt.

Die Stadttauben zählen zu den Gebäudebrütern. Im Februar beginnt die Balz. Das Männchen lockt das Weibchen rufend zum Nistplatz auf Simsen, Höhlen, oder auch in geschlossenen Räumen die durch geöffnete Fenster erreicht werden. Das Nest wird von beiden Geschlechtern gebaut. Als Nistmaterial wird alles zusammen getragen was nützlich ist.

Das Gelege besteht fast immer aus zwei Eiern, mitunter aus einem, sehr selten aus dreien. Die Eier sind spindelförmig, oval, weiß und leicht glänzend. Sie sind 34 bis 42 Millimeter lang und 26 bis 31 Millimeter breit. Sie werden im Abstand von 48 Stunden gelegt und 17 bis 18 Tage lang von beiden Partnern bebrütet, beginnend ab dem ersten Ei. Nach dem Schlupf werden die Nestlinge anfänglich häufig gehudert und von beiden Partnern mit Kropfmilch gefüttert. Mit zunehmendem Alter werden sie tagsüber von den Eltern allein im Nest zurückgelassen und nur etwa viermal am Tag gefüttert. Die Eltern suchen derweil das Zweitnest auf und beginnen bereits mit einer neuen Brutfolge. Mit 23 bis 25 Tagen Alter verlassen die Jungen das Nest. Mit 30 bis 35 Tagen sind sie voll flugfähig und unabhängig.

Wegen ihrer enormen Vermehrungsrate werden sie auch als "Ratten der Lüfte" bezeichnet.

Ihre natürliche Nahrung besteht aus Körnern und Samen. In den Städten ist es rar. Da es in Städten kaum artgerechtes Futter gibt, fressen sie Brotkrümel bis hin zu verschimmelter Pizza. Das schwächt ihr Immunsystem und lässt sie schneller erkranken. Da sie ihre Küken versorgen müssen, betteln sie um jeden Krümel. Es ist die schiere Verzweiflung, um das Verhungern abzuwenden.

Die Stadttaube ist eine Hauptbeute des Wanderfalken, des Uhus, der Marder sowie der Katzen. Der Sperber schlägt gelegentlich ebenfalls Tauben.

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