Eichelhäher
(Garrulus glandarius)

Eichelhäher


 

Größe: 35 cm
Gewicht: 170 g
Flügelspannweite: 58 cm
Brutzeit: April bis Juni
Brut: 1 Jahresbrut
Brutplatz: Baum
Anzahl der Eier: 3-5
Brutdauer: 16 Tage
Nestlingsdauer: 20 Tage
Nahrung: Mäuse, Eier, kleine Vögel, Beeren, Eicheln, Sämereien, Insekten, Raupen, Würmer
Alter: 15 Jahre
Liste der Feinde: Greifvögel, Uhu, Krähen, Habicht, Marder, Mensch

In Europa ist der Eichelhäher fast überall verbreitet. Nur Island, Teile Schottlands und den äußersten Norden besiedelt er nicht. Er bewohnt bevorzugt Laub- und Mischwälder, kommt aber auch in Parks, auf Friedhöfen und in großen Gärten, selbst in Nadelwäldern vor. Er fehlt in Mitteleuropa eigentlich nur in völlig waldfreien Gebieten. Neuerdings wird er auch immer mehr zum Stadtvogel und kommt bis in die Zentren der Großstädte. Im Gebirge hat er noch bis etwa 1400 m Höhe eine flächendeckende Verbreitung. Höchste Brutvorkommen in der Schweiz liegen bei etwa 1700 m.

Er gehört bei uns in Deutschland, mit geschätzten 650.000 Paaren, zu den Standvögeln. Man kann den Eichelhäher in Laub- und Mischwäldern, in Parks, auf Friedhöfen und in Nadelwäldern beobachten wo er relativ große Reviere beansprucht und sie gegen Artgenossen intensiv verteidigt. Der Eichelhäher kommt aber auch in den Garten an Futterstellen. Er gehört zu den Rabenvögeln und plündert, genauso wie die Elster, die Nester der Singvögel. Der Eichelhäher ist aber auch ein sehr nützlicher Vogel, denn durch seine Vorratswirtschaft, in dem er z.B. Eicheln, Bucheckern und Haselnüsse eingräbt, trägt er dazu bei, dass neue Bäume wachsen.

Der Eichelhäher ist gut 35 Zentimeter groß, hat einen rötlichbraunen Körper und einen weißen, sich vom schwarzen Schwanz deutlich abhebenden Bürzel. Charakteristisch für den Vogel sind der auffallende weiße Flügelfleck, sowie die blau-schwarz gebänderten Flügeldecken. Zwischen Männchen und Weibchen besteht kein sichtbarer Unterschied. Beide sind nahezu gleich gefärbt.

Der Eichelhäher brütet nur einmal pro Jahr zwischen Ende April bis Juni. Anfang April baut der Vogel oben in den Bäumen sein Nest, welches aus Zweigen besteht und mit Moos ausgepolstert wird. Das Eichelhäher-Weibchen legt drei bis sechs graugrüne, graubraun gesprenkelte Eier. Die Brutzeit beträgt etwa 16 Tage. Männchen und Weibchen verrichten das Brüten und Aufziehen der Jungvögel in Gemeinschaftsarbeit. Der Jungvogel verlässt nach etwa 20 Tagen das Nest. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch eine Zeit von Weibchen und Männchen mit Nahrung versorgt.

Bei jungen Eichelhähern ist die Sterblichkeit sehr hoch. 61 % gehen im ersten Lebensjahr zugrunde; doch können einzelne Vögel sehr alt werden.

Die Nahrung des Eichelhähers ist vielseitig. Man kann auch sagen, er ist ein Allesfresser. Die Nahrung besteht aus Insekten, Käfern, Larven, Würmern, Schnecken, Mäusen, kleinen Vögeln (Nestlinge), Vogeleiern, Eicheln, Nüssen, Bucheckern, Beeren, Äpfeln, Mais, Getreidearten und Vogelfutter aus Futterhäusern.

Seinen Namen erhielt der Eichelhäher, weil Eicheln seine Lieblingsnahrung sind. In seinem Kehlsack kann er bis zu zehn Eicheln gleichzeitig transportieren und nicht selten trägt er noch eine weitere Eichel im Schnabel. Eichelhäher vergraben die gesammelten Eicheln als Wintervorrat im Boden und finden mit ihrem Gedächtnis bei Nahrungsknappheit fast alle Eicheln, auch unter Schnee, wieder.

Der Eichelhäher ein Meister der Imitation. Zwischen seinen lauten Warnrufen gluckst oder miaut er, bellt wie ein Hund, imitiert ein pfeifendes Reh oder auch knarrende Äste. Ein kreischendes “krrschä, krrschä” oder “dchää, dchää“. Häufig hört man ein „“hijäh“, das dem Ruf eines Mäusebussards zum Verwechseln ähnlich ist oder ein krähenartiges „kraah“.

Eine andere Besonderheit des Eichelhähers ist es, dass er sich gerne in Ameisenhaufen setzt um durch die Ameisensäure keine Parasiten zu bekommen.

Auch der Eichelhäher hat Feinde, wie z.B. Menschen, Uhus, Krähen, Falken und Greifvögel.

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