Buchfink (Fringilla coelebs)

Buchfink

Buchfink


 

Größe: 14 -16 cm
Gewicht: 20 - 23 g
Flügelspannweite: 27 cm
Schnabel: Unter Schnabelform
Brut: 2 Jahresbruten
Brutzeit: April bis Juni
Eier: 4-6
Brutdauer: 14 Tage
Nestlingsdauer: 14 Tage
Nahrung: Sämereien, Insekten
Alter: 5 Jahre
Liste der Feinde: Wetter, Parasiten, Falken, Sperber, Katzen, Elster, Hermelin, Rabenvögel, Mensch, Infektionskrankheiten

Der Buchfink hat einen blaugrauen Kopf, eine rotbraune Brust und ist gut an seinen beiden breiten, weißen Flügelbinden, weißen Schwanzkanten und seinem graugrünen Bürzel zu erkennen. Der Rücken zeigt sich bei den Männchen braun, bei den Weibchen grünbraun. Die weißen Flügelbinden sind bei den weiblichen Vögeln schmäler.

Buchfinken erlangen ihre Geschlechtsreife im Frühjahr des zweiten Kalenderjahres. Im Frühjahr verlassen die Männchen meist ihren kleinen Schwarm. Dann lassen sie sich in Baumwipfel nieder, um ihr Brutrevier zu kennzeichnen. Auch wenn dabei häufig schon Brutplätze geprüft werden, erfolg die endgültige Suche und Wahl durch das Weibchen. Die Balz der Buchfinken beginnt im März. Die Brutzeit ist zwischen April und Juni. In der Zeit kann es bis zu zwei Bruten kommen. In hohen Bäumen und Sträuchern baut das Buchfinkweibchen das halbkugelförmige Nest. Die Brutstätte besteht aus Gras, Moos und Spinnweben und wird mit Federn ausgepolstert. Die vier bis fünf bläulich-weißen, lila gefleckten Eier werden ca. zwei Wochen bebrütet. Nach dem Schlupf füttern beide Eltern die Jungen, die bereits zwei Wochen später flügge sind.

Der Lebensraum von Buchfinken liegt in Europa, Nordafrika und Westasien. Der Buchfink nistet gerne in großen Bäumen und gilt deshalb in erster Linie als Bewohner von Wäldern und Forsten. Er fühlt sich aber auch in den Städten wohl und ist in beinahe jedem Park und Garten anzutreffen. Buchfinken führen in der Regel eine monogame Brut- oder Saisonehe. Ihre Brutplatztreue ist hoch. In kleinen Verbünden lebend, steckt das Männchen zur Brutzeit das Revier ab, das es gegenüber Rivalen verteidigt. Lediglich zum Nahrungserwerb begibt es sich auf neutrales und zum Teil auch fremdes Territorium. Dies wird von den Reviergegnern meistens toleriert, solange es stumm bleibt.

Unter den Vögeln gibt es viele Arten, bei denen sich die Paare treu sind. Das ist auch bei den Buchfinken der Fall. Weil die Paare aber im Winter getrennt sind, trägt er den lateinischen Namen "Fringilla coelebs", der übersetzt so viel wie "der Ehelose" oder der "Junggeselle" bedeutet.

Der Gesang dieses Vogels ist sehr vielfältig und reicht von einem weichen "jupp", das er bevorzugt im Flug hören lässt, bis zum scharfen "fink!", das dem Ruf der Kohlmeise sehr ähnlich ist. Bekannt ist der Buchfink für seinen Regenruf, der lokal variiert und in Nordeuropa häufig als kraftvolles "hüitt" und in Mitteleuropa oft rollender und gerader als "rrhü" vorgetragen wird. Dieser Ruf erklingt nur während der Brutzeit. Seinen Namen trägt er deshalb, weil er kurz bevor oder mit dem Einsetzen des Regens zu hören ist, wenn die Rufe der anderen Vögel bereits verstummt sind.

Während der Brutzeit und Mauser, besteht die Nahrung überwiegend von Insekten wie Raupen, Blattläusen, Käfern, Ameisen, Spinnen und anderen Kleintieren. Außerhalb dieser Zeit überwiegt der Anteil an pflanzlicher Nahrung. Durch den kräftigen Schnabel können Buchfinken mühelos die Samen aus festen Fruchtschalen herauspicken. Die Nestlinge werden ausschließlich mit animalischer Nahrung gefüttert.

Zu den Feinden der Körnerfresser zählen Greifvögel wie Sperber, Falken und Rabenvögel. Gefahr droht dem Buchfinken auch von Parasiten und Katzen. In einigen Ländern steht er auch beim Menschen auf dem Speiseplan.

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